Keller Spätburgunder Morstein Felix (Versteigerungswein) 2019
| Füllstand | high fill |
|---|---|
| Zustand der Kapsel | Gut – geringfügige Mängel |
| Zustand des Etiketts | Sehr gut – keine Mängel oder Beschädigungen |
| Beurteilungen |
Lobenberg: 98–100/100 Suckling: 98/100 |
Dieser Wein wurde durch unseren Experten geprüft!
Beschreibung
Lobenberg: Lobenberg: So richtig konnte ich mir nicht vorstellen, dass man einen Rheinhessen Pinot Noir 2015, was zugegebenermaßen einer der größten Jahrgänge der deutschen Geschichte ist, in die Preisrange der Roumiers und Rousseaus einordnet. Das ist oberste Grand Cru Liga aus dem Burgund. Kann er da mithalten? Was macht ihn so außergewöhnlich? Wenn überhaupt dann seine extreme Puristik. Der Wein ist nicht nur burgundisch-kirschig und mit einem frischen Hasuch Rappen geprägt, sondern wartet in der Frucht auch mit frischer Zwetschge und außerordentlicher Mineralik auf. Wir haben hier viel Stein, auch eine gute Schärfe, hohe Säure. Und der Pinot changiert in seiner Feinheit von einem Musigny Grand Cru zu der Fülle eines Chambertin, ohne jedoch diese unglaubliche Wucht eines Chambertin zu erreichen. Er ist deutlich feiner, Chambolle-artiger und mit unendlicher Länge. Dieser Morstein von Klaus Peter Keller braucht noch viel erfahrenere Genießer, braucht noch mehr Burgund-Kennerschaft, um diese große Komplexität in all seiner Größe und Würde erfassen zu können. Denn er haut dem Genießer nicht mit Volldampf in die Fresse wie etwa ein dicker Richebourg von Grivot, kommt eben nicht mit dieser ungeheuren Wucht wie ein Chambertin. Selbst gegenüber einem Musigny Grand Cru kommt er mit unendlicher Feinheit und dieser ausgeprägteren Säure als sehr viel puristischerrer Wein daher. Aber in dieser Filigranität, bei gleichzeitig hoher geschmacklicher Intensität in seiner rotkirschigen und sauerkirschigen, extrem steinig definierten Art, ist es ein Wein von außergewöhnlicher Klasse. Trotz der Puristik sogar hedonistisch und lecker. Man mein schon die aus einer Selektion Massalle der Cote de Nuits entstandenen Reben als Burgunder zu identifizieren. Ob dieser Wein nun an die 1000 Euro wert ist vermag ich nicht zu sagen. Im Burgund zahlt man dies bei dieser besonderen Qualität durchaus, und das eben manchmal auch für keineswegs bessere Weine. Kellers Pinots haben nicht diese unglaublich charmante, wollüstige Art wie die Top-Burgunder Deutschlands von Fritz Becker oder Julian Huber. Nein, KPK hat diese unglaubliche Leichtigkeit des Seins, diese Filigranität nach Art einer durchtrainierten Balletttänzerin, alles bei unendlicher Länge. In dieser Form steht er eben schon ganz alleine und für sich. Das der Wein groß ist darf man ihm ohne Zweifel attestieren. Aber er ist eben groß in seiner endlosen Feinheit und dieser raffinierten Puristik und Komplexität. Nur wirkliche Burgunderkenner sollten so viel Geld für einen derart großen Wein ausgeben, für Anfänger ist dieser Pinot in seiner Art einfach zu fein. 98-100/100
Suckling: Smells like stepping into a garden on a summer evening. Behind all the floral beauty is a dark blackberry aroma, but the wine is so vibrant and delicate. An astonishingly fine, medium-bodied pinot noir with totally seamless harmony and an extremely long and filigree finish. 98/100 (2021)
Details
| Herkunft | Deutschland, Rheinhessen |
|---|---|
| Winzer | Keller |
| Wein | Spätburgunder Morstein Felix (Versteigerungswein) |
| Jahrgang | 2019 |
| Rebsorte | Spätburgunder 100% |
| Alkoholgehalt | 13,0% |
| Beurteilungen |
Lobenberg: 98–100/100 Suckling: 98/100 |
| Inhalt | 0,75l |
| Füllstand | high fill |
| Zustand der Kapsel | Gut – geringfügige Mängel |
| Zustand des Etiketts | Sehr gut – keine Mängel oder Beschädigungen |
| Verpackung | lose |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| LOT | L40247 |









