Peter Jakob Kühn Riesling Oestrich Doosberg Großes Gewächs trocken 2017
| Füllstand | 0,3 cm |
|---|---|
| Zustand der Kapsel | Sehr gut – keine Mängel oder Beschädigungen |
| Zustand des Etiketts | Sehr gut – keine Mängel oder Beschädigungen |
| Beurteilungen |
Lobenberg: 97-100/100 Elias Schlichting: 98/100 Pirmin Bilger: 20/20 Weinwisser: 18,5/20 Parker: 95/100 |
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Beschreibung
Lobenberg: Peter Jakob Kühn bzw. sein Sohn Peter Bernhard haben die Ausbauzeiten ja vor Jahren schon verändert. Die normalen GGs Nikolaus und Doosberg liegen jetzt für zwei Jahre im großen Holzfass – erst auf der Vollhefe, dann auf der Feinhefe mit unterschiedlicher Dauer, je nach Jahrgang. In diesem Fall 15 Monate auf der Vollhefe, dann Abstich und weitere 6 Monate auf der Feinhefe vor der Füllung. Der Oestricher Doosberg ist eine Einzellage in ca. 120 Höhenmetern in Oestrich gelegen. Er liegt ca. 100 Meter höher als der Nikolaus. Wir sind hier mehr auf Löss-/Lehmböden mit Ton, gut wasserversorgt. Also reichhaltigere Böden, die mehr Power und Druck in den Wein bringen. Im östlichen Teil mit einer wunderbaren Südexposition und insgesamt auch einer guten Kühle. In der Nase vielleicht immer schon etwas offener, schöne Süße in der Nase mit leicht kandierter europäischer Frucht, Mirabelle, Pfirsich, gelbe Zwetschge, Kamille, Grüntee, so schön verspielt. Extrem reifer sommerlicher Apfel dazu, sogar ein feiner Hauch Exotik kommt dazu, ein Hauch Mango, süße, gelbe Melone, hochreife Quitte und feine gelbe Blüten. Viel Frische aus Minze und Eukalyptus dazu. Im Mund diese Üppigkeit aufgreifend, aber gleichzeitig diese fordernde Frucht, Druck, Mineralik, Salz. Das Ganze mit dieser Kombination aus langem Hefelager, reifer, goldgelb geernteter Frucht, schmelzig und doch fordernd. Vielleicht nicht ganz so filigran abgehoben wie der Sankt Nikolaus, einfach etwas wuchtiger, etwas druckvoller, aber dennoch geschliffen und eine immense Tiefe aufspannend. Mehrdimensional und komplex, schieben sich immer wieder neue Aromen in den Vordergrund, süßer Assam Tee, Majoran und Minze, Orangen- und Limettenzesten, Kamille und feine Gräser, Heu, saftig und fein verwoben mit dieser so fein ziselierten Weinsäurespur. Sehr lang, dicht und offenherzig zugleich, intensiv. Zweiter Sieger im gleichen Haus nach dem Nikolaus mit dieser druckvollen, üppigen Art, die viele vielleicht sogar bevorzugen mögen, ich finde den filigraneren Sankt Nikolaus etwas schöner. Beide sind groß, gar keine Frage. 97-100/100
Elias Schlichting: Cremig-dichte, elegant-abgehobene Nase aus weißer und gelber Frucht, reifes Steinobst ist erhaben und weich auf ein zartes Hefepolster gebettet, reife Nektarine, Mirabelle, spritzige Zitruseinschübe, grüne und reife Quitte, dann kommt etwas trockenes Heu, Basilikum und Minze. Kühlende Frische ausstrahlend, immer wieder neue Lagen entfaltend, eine mehrdimensionale Nase, sehr komplex. Der Gaumen ist deutlich rassiger als die Nase vermuten lässt, samtig-reife Zitrusfrucht zieht sich mit cremig-vibrierender Säurestruktur über die Zunge. Wieder Quitte, Feuerstein, leicht grasig-kräuterig im Nachhall, umarmende Harmonie und bestechende Brillanz in der Frucht, in 2017 aber mit einer Rasse und einer Spannung, geradezu frech und mit energetischem Spiel, aber nie die Balance verlierend. Berührend. 98/100
Pirmin Bilger: Was soll ich sagen? Die Weine der Kühn's haben eine gewisse Extraklasse eine Aromatik von eine anderen Stern. Durch die längere Lagerung auf der Hefe zeigen die Weine wunderschöne Reifearomen von edelster Qualität. Reife sinnliche gelbe Frucht aus Pflaume, Mirabelle, ein Hauch Ananas, etwas Birne und reife Grapfruit. Ein Wein zum Hinentauchen und Verweilen. Der Gaumen ist der Wahnsinn - überhaupt nicht üppig sondern unglaublich elegant und geschmeidig. Die Aromen sind zwar intensiv, aber die rassige Säure macht ihn derart frisch und leichtfüssig - das ist einfach genial. Da ist so unglaublich viel Mineralität im Spiel und doch steht die Frucht die ganze Zeit im Vordergrund und verbreitet ihren Charme. Das ist ein Wein von unvergleichlicher Schönheit und Noblesse. So lecker, so edel mit einem unerreichten Trinkgenuss. Ein ganz grosser Wein. 20/20
Weinwisser: Auch in diesem Jahr zeigt sich der früher tiefgelbwürzige Doos- berg von einer kristallinen, helleren Tonart. Die früher auch mal prominenter wahr- nehmbaren kräutrig-blumigen und kan- dierten Noten sind deutlich feiner und küh- ler geworden. Die vielschichtige Aromen- palette reicht von gelben Blüten, über Zitrustarte bis zur heimischen reifen Apri- kose. Im klar konturierten Gaumen tanzt das zwischen gelben und roten Beeren, ist etwas kühler und markanter als im gran- diosen Vorjahr, dabei aber seidig und von vibrierender Frische und Länge. Erinnert mich an den aktuellen 2014er und es würde mich nicht wundern, wenn das mit Reife weiter zulegt. Zwei Mal verkostet, einmal bei glatt 19/20.
Details
| Herkunft | Deutschland, Rheingau |
|---|---|
| Winzer | Peter Jakob Kühn |
| Wein | Riesling Oestrich Doosberg Großes Gewächs trocken |
| Jahrgang | 2017 |
| Rebsorte | Riesling 100% |
| Alkoholgehalt | 12,5% |
| Beurteilungen |
Lobenberg: 97-100/100 Elias Schlichting: 98/100 Pirmin Bilger: 20/20 Weinwisser: 18,5/20 Parker: 95/100 |
| Inhalt | 0,75l |
| Füllstand | 0,3 cm |
| Zustand der Kapsel | Sehr gut – keine Mängel oder Beschädigungen |
| Zustand des Etiketts | Sehr gut – keine Mängel oder Beschädigungen |
| Verpackung | lose |
| Allergene | Enthält Sulfite |
| LOT | L41683 |









